EBM Windpark Liesberg sistiert

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Nicht rentabel wegen zuwenig Wind

Windparks Liesberg (mitte) und Chall (links hinten), Visualisierung Wind-Still
Windparks Liesberg (mitte) und Chall (links hinten), Visualisierung Wind-Still

Der Verein Wind-Still hat mit Genugtuung vom Entscheid der Genossenschaft EBM, den Windpark in Liesberg nicht weiter voranzutreiben, Kenntnis genommen. Dies ist ein wichtiger Etappensieg zum Schutz der betroffenen Anwohner und von Landschaft, Flora und Fauna, dem sich Wind-Still verschrieben hat.

Der Verein Wind-Still weist schon lange darauf hin, dass aufgrund des geringen Windaufkommens, das in unserer Region herrscht, Windkraftanlagen nicht rentabel sind. Der Preis, den die Anwohner mit der Verschandelung der Landschaft, unnötigen Immissionen (Lärm, Schatten- und Eiswurf) und der Gefährdung von Flora und Fauna bezahlen müssten, ist viel zu hoch.

Die EBM schreibt in ihrer Mitteilung, dass das Projekt sistiert ist und in zwei bis drei Jahren neu beurteilt werden soll. Diese Aussage allein zeigt, warum es Organisationen wie Wind-Still auch in Zukunft braucht. Denn sollte sich die Subventionspolitik ändern (womit die gesamte Bevölkerung noch mehr belastet würde) oder noch grössere Windkraftanlagen geplant werden, dann könnte es sich für Investoren finanziell wieder lohnen, in Windkraftwerke in unserer Region zu investieren. Und das gilt es auch in Zukunft zu verhindern.

Der Verein Wind-Still arbeitet auch darauf hin, dass die weiteren in unserer Region geplanten Windkraftwerke auf dem Chall (Röschenz-Burg-Kleinlützel, Investor IWB), dem Meltingerberg (Meltingen - Erschwil, Investor EBM), dem Homberg (Nunningen - Seewen, Investor SIG Vento Ludens), dem Elbisberg (Füllinsdorf - Liestal, Investor EBL) und dem Spitzenberg (Zunzgen - Itingen, Investor EBL) einer in jeder Hinsicht kritischen Überprüfung unterzogen werden. Der Verein Wind-Still geht bei allen diesen Standorten davon aus, dass die Windverhältnisse - gleich wie im Raum Liesberg-Roggenburg - ungenügend sind und daher deren weitere Planung einzustellen ist.

Lesen Sie hierzu auch die Pressemitteilungen unseres Vereins und von Freie Landschaft Schweiz FLCH.

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